EVVA - eine berufliche Heimat

News, Presse, 26. Januar 2017

Die Ergebnisse einer jüngst durchgeführten Mitarbeiterbefragung bei EVVA können sich mehr als sehen lassen. Nicole Ehrlich-Adám, Geschäftsleitung und Catarina Wolkenstein, Abteilungsleiterin Personalentwicklung, gaben im Rahmen eines exklusiven Gesprächs persönlich Einblicke in die Erfolgsgeschichte des innovativen Familienunternehmens.

„Einer unserer größten Wünsche ist, dass sich die Mitarbeiter bei EVVA wohl fühlen. Die Ergebnisse der durchgeführten Mitarbeiterbefragung zeigen uns aber, dass sie das schon tun“, freut sich Frau Mag. Nicole Ehrlich-Adám, Geschäftsleitung und zuständig für den Bereich Human Resources & Organisationsentwicklung. Denn das Wohlbefinden aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist für EVVA schon seit jeher ein wichtiges Anliegen. Ein interessantes Arbeitsumfeld, ein gutes Arbeitsklima, eine förderliche und wertschätzende Führungskultur, eine adäquate Leistungshonorierung, letztlich eine hohe Arbeitszufriedenheit, sind die entscheidenden Faktoren um gerne und erfolgreich arbeiten zu können. Um zu sehen wo EVVA generell, und im Vergleich zur Industrie-Benchmark steht, wurde die gesetzlich vorgeschriebene Arbeitsplatz-Evaluierung psychischer Belastungen zum Anlass genommen, eine umfangreiche Mitarbeiterbefragung (MAB) am Standort Wien durchzuführen.

Die EVVA-Mitarbeiterbefragung: Setting

„Wir wollten sinnstiftend die gesetzlich vorgeschriebene Arbeitsplatz-Evaluierung psychischer Belastungen dazu nutzen die Stimmung im Unternehmen einzufangen und eine Vergleichsmöglichkeit über einen längeren Zeitraum erwerben“, erklärt Mag. Nicole Ehrlich-Adám. EVVA setzte bei der Evaluierung den ÖNORM-gerechten und anerkannten Fragebogen PsyBePLUS® ein, wobei jedes Themenfeld entsprechend der eigenen Anforderungen erweitert wurde. Thematisch ging es bei der von 9. Mai - 5. Juni 2016 durchgeführten Befragung um Fragen der Arbeitsbedingungen, Aufgaben & Tätigkeit, Abläufe & Organisationskultur, und im Weiteren auch noch um Information & Kommunikation, Zusammenarbeit und Führungskultur. Befragt wurden alle Mitarbeiter am Standort Wien, die zu einem festgelegten Stichtag bei EVVA beschäftigt waren.

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Es war von Anfang an ein starkes Anliegen, eine hohe Beteiligung zu erzielen: „Je höher die Beteiligung ist, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse, und desto eher können wirkungsvolle und punktgenaue Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitssituation eingeleitet werden.“ Zusätzlich war auch von Anfang an der Betriebsrat aktiv in die Projekt-Steuerungsgruppe mit eingebunden. Bei Fragen konnten sich die Mitarbeiter somit auch an ihn wenden. Insgesamt wurden 60% der Mitarbeiter in 8 Informationsveranstaltungen persönlich von Frau Mag. Nicole Ehrlich-Adám und Frau Mag. Catarina Wolkenstein über die MAB informiert.

Umfangreiche Information im Vorfeld

Die EVVA-Mitarbeiterbefragung wurde einerseits in der gerne gelesenen Mitarbeiterzeitung, im EVVA-Intranet, einem der meist genutzten Informationskanäle bei EVVA, per Aushang – für jene Mitarbeiter die keinen Computer-Arbeitsplatz besitzen – und per Mail im Rahmen der HR-News, umfangreich den Mitarbeitern angekündigt. In einem Info-Frühstück konnten Fragen gestellt werden. Hier wurden auch der Zeitrahmen, die Zugangsmöglichkeiten zur Befragung genau erklärt. „Ein wichtiger Faktor für die Beteiligung ist auch immer die Zusicherung der Anonymität. Diese konnten wir durch unseren externen Partner sicherstellen“, bestätigt Frau Mag. Catarina Wolkenstein. „Die Fragebogendaten gelangten ausschließlich an pluswert, wurden dort analysiert und nicht an EVVA weitergeleitet. Wir garantieren dafür, dass durch die Auswertung nie eine Rückführung auf Antworten einzelner Personen möglich gemacht wurden.“ Zusätzlich hält sich pluswert an den internationalen Kodex für Markt- und Sozialforschung von ESOMAR (European Society for Opinion and Marketing Research) und an das Datenschutzgesetz. Alle diese Maßnahmen zeigten Erfolg: „Unsere Kommunikationsmaßnahmen haben gefruchtet – wir hatten eine Mitarbeiterbeteiligung von 83%!“, so Wolkenstein. „Das liegt deutlich über dem Industrie-Benchmark von 71%.“

Das Ergebnis: Die Mitarbeiter sind mit EVVA zufrieden!

Das Themenfeld „Gesamtzufriedenheit“ bei EVVA wurde im Durchschnitt mit der Note 1,6 bewertet.[1] „Dieser Wert ist ausgezeichnet“, freut sich Wolkenstein. Hier zeigt sich erstmals, was auch bei den anderen Faktoren erkennbar wurde: Die EVVA-Werte liegen praktisch immer über der Benchmark, sind also im Durchschnitt besser als bei anderen bewerteten österreichischen Industrieunternehmen. „Diese wirklich guten Werte gilt es in Zukunft zu halten und zu bewahren. Wir nehmen sie nicht als selbstverständlich hin.“ Dieser positive Trend zieht sich durch die gesamte Befragung. „Die Ergebnisse der Mitarbeiterumfrage sind durchgehend positiv und bei fast allen Punkten besser als die Benchmark“, freuen sich Ehrlich-Adám und Wolkenstein. „Das zeigt uns, dass der bisherige Weg, den EVVA in der Organisations- und Personalentwicklung geht, ein sehr guter ist“, so die beiden. „Dennoch – wir haben die Umfrage auch erweitert, um zu sehen wo wir noch ansetzen können. Die Umfrage konnte uns Verbesserungspotenzial aufzeigen, dem sich EVVA künftig annehmen wird.“

Homogene Antwortverteilung, kein akuter Handlungsbedarf

Besonders hervorzuheben ist die sehr homogen verteilte hohe Zufriedenheit über die verschiedenen Organisationseinheiten und soziodemographischen Größen hinweg. Es gibt keine großen Abweichungen in den Antworten hinsichtlich Alter, Geschlecht, Vollzeit/Teilzeit oder Arbeiter/Angestellte. Das ist ein gutes Zeichen für Gleichwertigkeit und Akzeptanz innerhalb des Unternehmens. Die in der Befragung inkludierte erstmals durchgeführte Arbeitsplatzevaluierung psychischer Belastungen gemäß Arbeitsschutzgesetz ergab enorm positive Werte und zeigt in der Gesamtsicht keinen akuten Handlungsbedarf.

Image & Ruf

In den einzelnen Themenfeldern ergibt sich ein ähnliches Bild: „EVVA hat bei den Mitarbeitern einen besonders guten Ruf!“ so Wolkenstein. Das mag einer der vielen  Gründe für die die geringe Mitarbeiter-Fluktuationsrate von nur 5% sein. „Man ist stolz auf EVVA und sein öffentliches Ansehen.

Jedoch knapp an der Benchmark liegt der Punkt „Mein Unternehmen ist als attraktiver Arbeitgeber bekannt“. Hier sehen wir noch Handlungsbedarf. Durch Employerbranding-Maßnahmen wie eine Partnerschaft mit watchado, oder einer überarbeiteten Karriere-Seite unter www.evva.com/karriere soll EVVA stärker in den Fokus der Arbeitsuchenden geraten und als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen werden.

Vision & Strategie

Eine der wertvollsten Erkenntnisse für EVVA ist, dass die Mitarbeiter voll hinter der Vision und Strategie des Unternehmens stehen. „Denn nur was die Mitarbeiter auch mittragen, lässt sich verwirklichen“, so Wolkenstein. Dass es nicht in allen Unternehmen klare Aussagen dazu gibt, sieht man vergleichsweise an der Industrie-Benchmark, die hier einen deutlich negativen Ausschlag aufzeigt. „Einen Handlungsbedarf haben wir bei EVVA dennoch identifiziert. Die Vernetzung der Führungsebenen wird als zu gering eingeschätzt. Daher haben wir für 2017 neue interne Veranstaltungsformate geplant, die einen erhöhten Gleichklang erzielen und Verständnisunterschiede aufzeigen sollen. Dazu gehören beispielsweise Strategietage, ein Jahresauftakt für alle Bereichsleiter, Schwerpunktthemen für die Bereichs-Workshops und mehrere Niederlassungskonferenzen pro Jahr.“

Unternehmenskultur

Die Ergebnisse belegen, dass sich die Mitarbeiter mit der EVVA-Kultur identifizieren. Die vielen Maßnahmen rund um die EVVA-Kultur, seien es Folder, Workshops, Praxisbeispiele in der Mitarbeiterzeitung, waren also wirksam. Ein weiterer Schritt zur Professionalisierung und Entwicklung um die Organisation fit für die Zukunft zu machen ist die Verinnerlichung eines guten Umgangs mit Fehlern, der deutlich aufzeigt wie Fehler in Chancen umgewandelt werden können.

Umgang mit typischen gesundheitlichen Belastungen

Bei EVVA lassen sich Berufs- und Privatleben besonders gut vereinbaren. Die stimmige Work-Life-Balance gilt als einer der vielen Vorteile des Unternehmens, auch wenn hier leider kein Benchmark-Vergleichswert in der Analyse vorliegt. Die Zusatzleistungen von EVVA (z.B. Gesundheitsvorträge, Impfaktion etc.) und die Maßnahmen zur Arbeitssicherheit haben bei den Mitarbeitern einen hohen Stellenwert. Arbeitsbedingter Stress und Zeitdruck sind für Mitarbeiter von Industrieunternehmen generell sehr relevant. Auch bei EVVA kommt es auftragsbedingt zu hohen Belastungsspitzen. Deshalb sucht man nach Lösungen, wie man diese reduzieren könnte. „Im Konzernbereich Operations läuft bereits ein entsprechendes Projekt, um Arbeitsplätze besser zu gestalten und Belastung zu verringern.“

„Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen der Befragung!“, so Ehrlich-Adám. „Dennoch sehen wir das nicht als Polster, auf dem wir uns ausruhen können. Vielmehr suchen wir nun Wege und Maßnahmen um diese Werte zu verbessern. Die Befragung wird in jedem Fall in periodischen Abständen wiederholt und ist eine Bestätigung dafür, dass EVVA nicht nur als Arbeitsplatz, sondern als eine „berufliche Heimat“ gesehen wird“, so Ehrlich-Adám abschließend.


[1] Skala von 1,0 (voll und ganz zufrieden) bis 6 (überhaupt nicht zufrieden)

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