News, Presse | 31. Oktober 2011 Bei mir gibt’s eh nichts zu holen.
Ein Mythen-Aufräum-Bericht. Gerade beim Thema Sicherheit liegen Glaube und Wissen oft weit auseinander.
Die Hochsaison der Dämmerungseinbrüche hat im Oktober begonnen. Der frühe Sonnenuntergang hilft Einbrechern, schon am Nachmittag in Häuser, Wohnungen oder Unternehmen unbemerkt einzudringen. In diesen Monaten verzeichnet die Polizei bis zu 70 % mehr Einbrüche als im restlichen Jahr.*
Dennoch werden viele erst aus Schaden klug und investieren erst nach einem Einbruch in ihre Sicherheit. EVVA – österreichischer Hersteller von Sicherheitstechnik – hat gemeinsam mit Top-Sicherheitsfachhändlern Mythen erhoben, die immer wieder in Beratungsgesprächen genannt werden und sich hartnäckig halten. Völlig zu unrecht, sie sind vielmehr ein Hauptgrund für die mangelnden Sicherheitsvorkehrungen. Es ist Zeit, mit diesen Mythen und Vorurteilen aufzuräumen!
Mythos 1:
„Bei mir wird nicht eingebrochen, denn bei mir ist nichts zu holen.“
Falsch. Die meisten Menschen unterschätzen den Wert der Gegenstände, die sie zu Hause haben. Vor allem auch den emotionalen Wert, wenn z.B. mit dem Computer auch alle gespeicherten privaten Fotos und Informationen verloren sind. Außerdem: Woher soll der Einbrecher vorher wissen, ob es sich für ihn wirklich lohnt? Auf jeden Fall verletzt ein Einbruch die Privatsphäre empfindlich.
Mythos 2:
„Wenn ein Gauner bei mir einbrechen will, kommt er sowieso rein, egal was ich unternehme.“
Die Erfahrung zeigt: Einbrecher wollen sich schnell bedienen. Je mehr Zeit und Kraft sie benötigen, um eine Absicherung zu überwinden, desto schwieriger und uninteressanter wird ihr Vorhaben. Vielleicht ist das Objekt nebenan ja einfacher zu knacken? Neuer Versuch – neues Glück. Aus diesem Grund ist bewährte Sicherheitstechnik von erfahrenen Herstellern unerlässlich. Denn sie bietet hohen Widerstand.
Bei mangelnder Absicherung jedoch dauert ein Einbruch oft nur wenige Sekunden, wie Sicherheitsexperten betonen. Die Fakten (siehe Grafik):
Einbruchsdauer in Sekunden
Eingang: 30 Sekunden
Fenster oder Terrasse: 10 Sekunden
Obergeschoss: 50 Sekunden
Mythos 3:
„Einbrecher kommen ja vor allem in der Nacht – da muss ich untertags nicht so vorsichtig sein.“
Ein Trugschluss. Denn sehr viele der Wohnungseinbrüche sind Spontantaten und finden auch tagsüber statt. Einbrecher beobachten zuvor oft, ob jemand zuhause ist, ob eine Tür geöffnet ist, Fenster in den oberen Stockwerken offen und leicht zu erreichen sind etc. Besonders verlockend sind kurze Abwesenheitszeiten, wenn beispielsweise noch schnell das Abendessen eingekauft wird. Oftmals lässt man die Tür dann unversperrt – ein leichtes Spiel für Diebe.
Immer mehr Einbrüche werden auch trotz Anwesenheit der Bewohner ausgeübt. Vor allem bei Einfamilienhäusern wird zumeist über Fenster eingestiegen (siehe Grafik):
Wo wird eingebrochen?
Über Fenster: 50 %
Eingangstür: 37 %
Terrassen-/Balkontür: 27 %
Kellerbereich: 10 %
Sonstiges: 13 %
Link: Tipps, wie man sich vor Einbrechern schützen kann
*orf.at (NÖ, 7.10.2011)
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